Als wir davon hörten, dass Ende Oktober 2016 auf dem Nürburgring seitens „The Scorpionship“ ein Abarth Day stattfinden sollte, waren wir (wie wohl soviele andere auch) skeptisch. Nicht wegen der Location, die wir „Südländer“ auch kennen, sondern eher wegen den möglicherweise zu erwartenden wettertechnischen Kapriolen, die am Nürburgring herrschen könnten.

 

Aber die anfängliche Skepsis wich doch dann sehr rasch der Begeisterung, dass wir, auch auf Anfrage seitens der FCA Germany AG, hier an diesem schönen Event teilnehmen könnten. Nach einer relativ kurzen (aber intensiven) Planungsphase ging es dann auch für Tom, Christian, Michael und Stefan als Gründungsmitglieder des Abarth Club Bavaria am Freitag den 28.10.2016 zur Mittagszeit von München aus über Nürnberg, Würzburg, Frankfurt, Wiesbaden, Limburg und Koblenz zum Veranstaltungsort, dem Nürburgring. Unterwegs stießen weitere Mitglieder zu uns. Leider war an freie Fahrt nicht zu denken. Gemeinsam stauten wir uns zum Zielort. Andere Mitglieder, welche ebenfalls am Freitag anreisten und den Weg über Stuttgart, Karlsruhe usw. nahmen erging es verkehrstechnisch nicht besser. Überall Stau und zähfließender Verkehr. Grr…

 

So kam es, dass wir anstatt wie geplant um 18:30 Uhr, erst um 20:15 Uhr im alten Fahrerlager am Nürburgring aufschlugen. Dort wurden wir auch schon sehnlichst erwartet. Denn es galt die bereits am Vortag in Bavaria verladenen Autos von den Lkws abzuladen, diese versicherungstechnisch mittels Sachverständigen zu erfassen und dann in den jeweils für sie bereitstehenden Boxen zu plazieren. Und auch wir selbst wollten uns dort mit einem kleinen Stand noch einrichten.

 

Gegen 21:45 Uhr waren wir dann auch in unserem Hotel, dem Hotel Rieder in Wiesemscheid, wo wir vom lieben Küchenpersonal trotz der bereits geschlossenen Küche noch eine anständige Mahlzeit bekamen. Relativ zeitig ging es dann in das Bett.

Am Samstag dem großen Tag, standen wir schon in der Früh um kurz nach 07:30 Uhr bei Nebelreißen mit ein paar anderen Clubmitgliedern und anderen Abarthisti am Eingangstor zum Fahrerlager. Nach dem passieren dieser „Hürde“, den Anmeldeformalitäten bei Abarth selbst (Haftungsausschluss ausfüllen, unterzeichnen usw.) konnten wir uns dann auch noch ein wenig in „unsrer Halle“ einleben und auf dem Gelände näher umsehen.

 

Auf den großen Parkplatz für die Abarth „schwappte“ schnell eine Menge der unterschiedlichsten gestalteten Abarth 500/595/695 bzw. Punto Evo usw. herein, die eine Menge erwartungsfroher und neugieriger Besucher aus zahlreichen (Bundes-)Ländern ausspuckten. Neben vielen deutschen Nummerschildern waren auch niederländische, belgische aber auch französische oder britische Kennzeichen zu sehen. Und obwohl es vielleicht die ein oder andere organisatorische Unstimmigkeit am Anfang der Veranstaltung gab, tat dies der Laune der Besucher keinen Abbruch. Im Gegenteil. Geboten wurden ja einiges: denn neben den vielen Challanges, so u.a. Race of Champions, Kartfahren, Reifenwechsel (den „unser“ Hansi gewann) usw. konnten auch Probefahrten unternommen werden.

 

Die Anfrage nach den Probefahrtmöglichkeiten für den Abarth 695 Biposto oder den neuen Abarth 124 Spider war enorm; der Zulauf für das Abarth-695-Biposto-Renntaxi wie auch der Zulauf für das Training bei der „Abarth School of Racing“ oder dem freien Fahren auf der Grand-Prix-Strecke war teilweise so stark, dass sich lange Schlangen bildeten. Leider hatte es Petrus nicht gut mit uns Abarthisti gemeint und sendete uns statt einem schönen Herbsttag Nieselregen gemischt mit Kälte. In den verschiedenen Boxen des Fahrerlagers hatte Abarth aber auch bei solchem Wetter für Unterhaltung gesorgt: es gab einen Merchandising-Stand, eine Carrerabahn sowie die Möglichkeit, auf Zeit einen Reifen an einem Abarth zu wechseln. Hier gingen die Ergebnisse für die einzelnen Teilnehmer in deren jeweilige persönliche Plazierung ein – dem Gewinner winkte ein Kunstflug über dem Nürburgring. Hierfür würde man wohl einen stabilen Magen benötigen. Aprospos Magen… auch für das leibliche Wohl war gesorgt – Pizzen und Pasta sowie eine Espressostation sorgten dafür, dass keiner hungrig oder durstig bleiben musste. Ein DJ sorgte mit Housemusic für eine wirklich coole Atmosphäre.

 

Während auf der Rennstrecke entweder mit Privatfahrern oder der Abarth School of Rcing die Hölle los war, verging die Zeit auch anderweitig wie im Flug. Schon bald standen die Gewinner der einzelnen Challanges fest und wurden entsprechend vor der Abarthgemeinde geehrt. Anschließend fand dann der Höhepunkt der Veranstaltung statt: die Parade der Oldtimer und Rennwagen.

 

Glücklicherweise fand auch die Sonne zu diesem Zeitpunkt einen Weg durch die Wolken, die Strecke trocknete ab und die Oldtimerabarth wie auch einige aktuelle Rennwagen konnten zeigen, was in ihnen steckt. Was hier zu sehen (und auch zu hören) war, stellte dabei ein jeden Abarthisti vollends zufrieden: z.B. ein Abarth 695 rt, ein Abarth 850 Spider, zwei Abarth Biposto, ein Abarth-Simca oder auch ein seltener Abarth Persicopio rasten auf der Grand-Prix-Strecke herum und verzückten die Zuschauer.

Nach dieser Vorstellung kam auch langsam aber sicher das Ende dieser wunderbaren Veranstaltung, die hoffentlich den Grundstein für viele weitere Veranstaltungen legen wird. Alexander Albrecht wie auch Max Maschke von der FCA Germany AG dankten als Köpfe der Veranstaltung ihrem Team mitsamt dem Eventmanagment für die Organisation wie aber auch den sehr zahlreich erschienen Teilnehmern für diesen schönen Tag.

 

Und während sich die vielen Abarth mit zufriedenen Insassen langsam aber sicher zurück auf den Heimweg oder auf den Weg in das Hotel machten, war für uns ebenfalls „zusammenpacken“ angesagt. Die Oldtimer wurden wieder in die bereitgestellten Lkw verladen, die die kostbare Fracht am Montag dann wieder zurück nach Bayern bringen sollten. Aber auch wir räumten unseren kleinen Counter, an welchem wir von zahlreichen Mitgliedern wie auch Interessenten an diesem Tag besucht wurden. Während ein Teil von uns müde und glücklich in das Hotel zurückfuhr, rauschte ein anderer Teil bereits zurück nach München (ja, die Strecke kann man auch in 04.20h  schaffen). Bei gutem Essen und dem verdienten Feierabendbier ließen wir den ereignisreichen Tag ausklingen.

 

Am Sonntag den 30. Oktober 2016 ging es relativ zeitig zur Nordschleife, wo ein paar Mitglieder ihren Abarth noch Auslauf auf der wohl berühmtesten (und berüchtigsten) Rennstrecke der Welt gönnten. Aber auch hier hieß es dann einmal „Auf Wiedersehen“ zu sagen und so fuhren wir dann wieder zurück nach München – diesmal übrigens staufrei.

 

Ein herzliches Dankeschön sagen wir an dieser Stelle vielmals stellvertretend für die FCA Germany AG an Alexander Albrecht und Max Maschke. Dafür, dass wir dabei sein und uns präsentieren durften und auch für die prima Zusammenarbeit in der vergangenen Zeit.

 

Vielen Dank an die Organisatoren und die zahlreichen Helfer im Hintergrund – man kann nur erahnen, was ihr in letzter Zeit an Anstregungen geleistet habt, dass dieser Tag so wunderbar werden konnte.

 

Mille Grazie an unsere geschätzten Mitglieder und deren Freunde, welche ihre Oldtimer für diese Veranstaltung zur Verfügung gestellt haben. Wir freuen uns wirklich sehr, dass Ihr es uns allen ermöglicht, hier wertvolle Einblicke in die Geschichte unserer geliebten Marke zu gewähren.

 

Dankeschön auch an Alle, welche uns an unserem kleinen Stand besucht haben. Das Feedback zu unserem Clubleben wie auch die vielen anderen Begegnungen freuten uns sehr.


Und so hoffen wir doch sehr, dass wir uns alle im Jahr 2017 auf einer solch schönen Veranstaltung wieder sehen werden!

Abarth Club Bavaria goes to: Abarth Day 2016 auf dem Nürburgring

Ende

Bilder

Wir